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ANWENDUNG IM "BUCKINGHAM PALACE"

Auswertung und Ergebnisse der Hufvermessung und -beurteilung, die im königlichen Marstall in London in der Beschlagsperiode vom 28.7. - 28.8.98 an dem irischen Wallach "Flagstaff" im Rahmen einer Demonstration des Einhorn-Verbundhufbeschlages vorgenommen wurde.

Seitenansicht des rechten Vorderhufes nach 4-wöchigem Einsatz des Einhorn-Verbundhufbeschlages.

Sohlenansicht nach 4-wöchigem Einsatz des Einhorn-Verbundhufbeschlages.

Sichtbar sind, neben den Hartmetallschrauben vier eingebettete Hartmetallplatten, von denen die rechte Zehenhartmetallplatte an ihrem vorderen Teil eine Absplitterung aufweist.

Zusätzlich sieht man einen produkttypischen Riss des Kunsthorns im Zehenbereich.

Dieses Bild zeigt die Sohlenfläche des Hufes unmittelbar nach Abnahme des Einhorn-Verbundhufbeschlages.

Bei den weissen Flächen im Sohlenhorn handelt es sich um die Bereiche, die nach 4 Wochen noch eine innige Verbindung zwischen Kunsthorn und Sohlenhorn hatten.

Im Eckstrebenbereich, Wandhornbereich und in den Strahlfurchen sind noch Reste des Kunsthorns sichtbar.

Bild 5 zeigt die Sohlenfläche des Hufes nach Zubereitung und den deutlichen Rückgang der Fäulnisstellen.

Die schwarzen Stellen im Tragerand, auch im Bild 7 zu sehen, stammen von den Nägeln des vorangegangenen Beschlages. Es handelt sich dabei um Blutergüsse die nur in weissem Horn sichtbar werden.

Sohlenansicht des rechten Hinterhufes unmittelbar nach Abnahme des Einhorn-Verbundhufbeschlages.

Nur an zwei Stellen lag noch eine innige Verbindung von Sohlenhorn und Kunsthorn vor.

Sohlenansicht des rechten Hinterhufes nach Zubereitung.

Seitenansicht innen des rechten Hinterhufes
nach 4-wöchigem Einsatz.

Es sind deutlich sichtbare Streifspuren im Kunsthorn vom Nachbarhuf sowie der Verlust des Führungskäfigs zu erkennen.

Sohlenansicht des rechten Hinterhufes nach
4-wöchigem Einsatz.

Das Bild zeigt im Zehenbereich den völligen Abrieb des Kunsthorns und des Stützrahmens mit seinen Hartmetallplatten, Stahlschrauben, Kettenplatten und PC-Kunststoffsegmenten.

Durchführung der Beurteilung

 

 

Zweck

Beurteilt wurde der Zustand des Strahls und der weissen Linie einerseits und die Konsistenz des Kron-, Wand- und Sohlenhorns andererseits, sowie das Wachstum der Hufe.

 

Methode

Die Vermessung der Hufe erfolgte jeweils vor und nach der Zubereitung der Hufe zu Beginn und am Ende der Beschlagsperiode mit dem Einhorn-Verbundhufbeschlag.

Gemessen wurde:
  • der Zehenwandwinkel (D)
  • die Hufbreite und die Huflänge (B; A)
  • die Trachtenhöhe (C)

Durch Tierärztliche Begutachtung.

Zusammenfassung der Ergebnisse

 

  • Aus den Messungen ist ersichtlich, dass alle vier Hufe in dieser Beschlagsperiode von vier Wochen gutes Hornwachtstum gezeigt haben.

  • Die Trachten haben sich nicht abgerieben, sondern sind gleichmässig mitgewachsen.

  • Die Fäulnisstellen an der weissen Linie beider Vorderhufe waren nach Abnahme der Einhorn-Verbundhufbeschlages und Zubereitung der Hufe deutlich verringert.

  • Die brüchige und trockene Konsistenz des Wand- und Sohlenhorns, die zuvor festgestellt wurde, konnte nach der Zubereitung nicht mehr beobachtet werden.

  • Das Horn ist wesentlich geschmeidiger geworden.

Simon Creedy beim Abraspeln des Verbundhufeisens.

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