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ERNEUERUNG EINES VERBUNDHUFEISENS FÜR EINEN HUF
MIT VERLETZUNGSBEDINGTEM,  DURCHGEHENDEM UND
DURCHDRINGENDEM ZEHENWANDHORNSPALT


Das Verbundhufeisen stellt die Statik der Hornkapsel wieder her und ermöglicht das Wachstum von zusammenhängendem Horn.

Auf diesem Bild sind die drei Bestandteile des Verbundhufeisens, Huf, Stützrahmen und Kunsthorn sichtbar.

In diesem Fall wurde die Form des Schlusseisens gewählt, um den Hufmechanismus teilweise einzuschränken.

Der Stützrahmen hat 14 Glieder, die als Endloskette zum Schlusseisen zusammen geführt sind. Die gehärteten Inbusschrauben sind die Scharniere der Kette, die es ermöglichen, den Rahmen leicht in jede Hufform zu bringen und fest zustellen. Auf den stählernen Kettenlaschen des Rahmens sind weiße Kunststoffglieder aufgesetzt, die mit ihren Aufzügen den Huf umfassen. Vier der Aufzüge reichen wesentlich höher auf den Huf, und stecken in braunen Führungskäfigen, die auf die Hornwand geklebt sind und eine Verdrehung des Hufes im Rahmen verhindern.

Die Aufzüge sind in den Führungskäfigen verschiebbar, so dass man den Stützrahmen in Bodenrichtung etwas vom Huf abziehen kann.
Durch das Abziehen des Rahmens vom Huf entsteht ein Spalt zwischen Huf und Rahmen, in den das Kunsthorn eingespachtelt wird, wodurch die Benetzung des Tragerandes mit Kunsthorn sichergestellt wird.

Das Kunsthorn wird bei der Verarbeitung aus einer Zwei-Komponenten Kartusche durch die Mischdüse herausgepresst und benötigt je nach Ausgangstemperatur dann 5 bis 15 Minuten zur Aushärtung. In dieser Zeit kann dank des Stützrahmens der Huf belastet werden.

Nachdem das Kunsthorn im Sohlenbereich mit dem Spachtel entsprechend verteilt und geformt ist, und auch die Inbusschrauben bedeckt sind, wird ein Latexschlauch über Huf und Eisen gezogen.

Das Pferd Kann den Huf jetzt absetzen.

Das Kunsthorn für die Außenwand wird mit der Pistole zwischen Latexschlauch und Hornwand gespritzt, und mit den Fingern von außen verteilt.

Drei bei der Sache.

Das fertige Verbundhufeisen (dritter Beschlag).
(siehe links: nachgewachsenes, spaltfreies Horn)

Abgenommenes Verbundhufeisen aus der zweiten Beschlagsperiode von sieben Wochen. 

Das Distanzpferd ging lahmfrei unter schwerster Belastung. 

Das Wachstum der Hufe war außerordentlich gut. 

Das Einhorn-Verbundhufeisen erweist sich bei allen Bodenverhältnissen als besonders griffig und sicher.

Das Eisen wurde mit der Hauklinge abgenommen. 

An den Stellen, die nicht von der Klinge getrennt wurden, sieht man die dünnen Hornschichten, die noch auf dem Kunsthorn haften. 

 

Der Zusammenhalt zwischen Natur- und Kunsthorn ist größer als innerhalb des Naturhorns.
(siehe mikroskopische Untersuchung der FU-Berlin)

Beim Standardbeschlag bleibt das Verbundhufeisen offen, wodurch der Hufmechanismus unbeeinträchtigt bleibt.

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